Thorsten Konigorski

Ihr schafft den Rest allein

Ich hege wie Alli­ga­toah (aber aus ande­ren Grün­den?) eine latente Abnei­gung gegen die meis­ten der heute auf Trau­er­fei­ern repro­du­zier­ten Lieder, …

- der Niveau­lo­sig­kei­ten in die­ser Hin­sicht sind nach unten hin schlicht keine Gren­zen, oder, wie Thors­ten Schorn es in einer Anmo­de­ra­tion zu Pro­to­koll gab: „Wenn auf mei­ner Trau­er­feier Time to say Good Bye erklingt, springe ich aus dem Sarg und sage: Ist ja schon gut, ich mach’s noch eine Weile, aber stoppt end­lich diese furcht­bare Musik!” -

… allein: sein eige­nes Mach­werk ändert daran nichts. Es wird nicht lange dau­ern, bis es mir auf dem hie­si­gen Fried­hof in Form eines Ange­hö­ri­gen­wun­sches wie­der­be­geg­net. Ich nehme noch Wet­ten an.

Ein Zitat

Er hat mir und ande­ren vor allem ver­mit­telt (was mir oft … bei der „prä­kon­zer­tan­ten Depres­sion” … sehr nütz­lich sein sollte): Musik ist etwas Wun­der­ba­res; und dass sie es ist, liegt zu einem gro­ßen Teil an Dir selbst. Und: gib nie auf - nie bei Dir selbst und nie bei ande­ren; sei hart aber gedul­dig - oder, wenn es mal ganz schlimm kommt, gedul­dig, aber hart; ver­liere nie den Glau­ben an Dich und an die Men­schen, die mit Dir Musik machen.

— Hans Win­king (WDR) über Wolf­gang Erpenbeck