Thorsten Konigorski

JB

Ich schmiere mir Honig auf den Kopf, und stau­bi­ges Blatt­gold; schließ­lich treffe ich heute Abend auf den toten Hasen. Ich soll ihm die Bil­der erklären.

Nach­we­hen

Grau­sam: ges­tern, nach einer Auf­füh­rung von Bernd Alois Zim­mer­manns „Ekkle­si­as­ti­scher Aktion“ in der Köl­ner Phil­har­mo­nie in den Nach­hall des letz­ten Tons ein lau­ter „Buh“-Ruf. Als sol­cher kein Pro­blem (ich fand die Auf­füh­rung gran­dios, und wer zu einer ande­ren Bewer­tung kommt, sollte diese auch kund­tun), aber der Zeit­punkt: Wie kann man in den Nach­hall eines der­ar­ti­gen Wer­kes, das den auf­merk­sa­men Zuhö­rer aufs Per­sön­lichste tref­fen muss, über­haupt etwas rufen?

Ich fühle mit den Mit­wir­ken­den, die min­des­tens so viel Respekt ver­dient hät­ten, nicht Opfer der­art destruk­ti­ven Ver­hal­tens zu werden.

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Clusterimprovisationen

Clus­terim­pro­vi­sa­tio­nen

Ein außer­ge­wöhn­li­cher Orts­ter­min ges­tern: Über eine Stunde lang haben wir in der lee­ren Remi­gius­kir­che aus­schließ­lich Clust­er­klänge impro­vi­siert. Der Raum ist extrem hal­lig, die Akus­tik über­wäl­ti­gend. Eine beein­dru­ckende kör­per­li­che Erfah­rung. Das Zeit­fens­ter dafür schließt sich bereits, schon wer­den Boden­plat­ten aus Zel­lu­lose und Holz als Unter­grund für die Bau­ge­rüste verlegt.

(Photo von Ste­fan Trel­len­kamp)

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Leere Remigiuskirche

Leere Remi­gius­kir­che

Im Zuge der Reno­vie­rungs­ar­bei­ten in der Remi­gius­kir­che wer­den der­zeit vor­über­ge­hend alle Bänke ent­fernt, um Bau­ge­rüs­ten Platz zu machen. Groß­ar­tig, wie sehr sich dadurch der Rau­mein­druck weitet.

Wenn am Ende der Reno­vie­rung durch eine neue Beleuch­tung und eine ein­far­bige Fort­füh­rung der Pfei­ler nach oben die Ver­ti­kale stär­ker als bis­her betont wird, wird auch das den spät­go­ti­schen Raum wei­ten, aber halt nach oben hin. Ich bin auf diese Wirk­lung sehr gespannt.

Für mich beginnt mit der Reno­vie­rung aller­dings eine Zeit, in der ich sehr schwe­ren Her­zens und wachen Auges auf meine liebste Orgel [Blick gen Wes­ten] ver­zich­ten muss: Damit die äußerst wert­vol­len Instru­mente in unse­rer Kir­che wäh­rend der Reno­vie­rungs­phase kei­nen Scha­den neh­men, wer­den Orgel­bauer Mar­tin Scholz in Zusam­men­ar­beit mit dem Archi­tek­tur­büro Dewey – bei­den ver­traue ich – sie einhausen.

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Musi­ker­da­sein

Wenn wirk­lich „mehr Leute schrei­ben als lesen“ (Bodo Kirch­hoff), bin ich glück­lich, Musi­ker zu sein.

Musikalische Palindrome, Schlüsselstelle

Ich wandte mich

Wem arbeite ich doch und bre­che mei­ner Seele ab? Das ist eine böse Mühe.

Die letzte Kom­po­si­tion Bernd Alois Zim­mer­manns (er sui­zi­dierte sich 5 Tage nach Fer­tig­stel­lung der Par­ti­tur), die Ekkle­sia­si­ti­sche Aktion „Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne“, ver­schnei­det den im Titel ste­hen­den Text aus Kohe­let 4 mit der Erzäh­lung „Der Groß­in­qui­si­tor“ aus dem Roman „Die Brü­der Kara­ma­sow“ von Fjo­dor Dos­t­o­jew­ski. Diese ent­hält den Mono­log eines 90-​jährigen Kar­di­nal Groß­in­qui­si­tors ange­sichts der fik­ti­ven Rück­kehr eines schwei­gen­den Jesus Chris­tus im 16. Jahrhundert.

Eine Hul­di­gung des musi­ka­li­schen Palin­droms. Zu Erle­ben im Rah­men des dies­jäh­ri­gen (gefähr­de­ten) Acht-​Brücken-Fes­ti­vals in Köln.

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Own your data.

Auch wenn ich nicht alles umsetze (bes­ser: umset­zen kann), finde ich die Prin­zi­pien des Indie­Webs unbe­dingt nach­voll­zieh­bar und unter­stüt­zens­wert. Ich wünschte, bei pri­va­ten Web­sei­ten wären diese Prin­zi­pien flä­chen­de­ckend umgesetzt.

Trotz mei­nes Pes­si­mis­mus' dies­be­züg­lich unter­stützt mein Jour­nal als einen Bei­trag dazu nun Web­men­ti­ons - mit der groß­ar­ti­gen Hilfe von Gre­gor Mor­rill, der ein ProcessWire-​Modul zu Web­men­ti­ons schrieb und betreut.

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Das Innere der Kapelle

Zumthor-​Kapelle

Heute war ich in der Eifel, um eine 2007 erbaute Feld­ka­pelle des Schwei­zer Archi­tek­ten Peter Zum­t­hor zu besu­chen, der auch das Köl­ner Kolumba-​Museum ent­wor­fen hatte. Beein­dru­ckend: das Spiel zwi­schen äuße­rer Beton­hülle auf der einen und durch ver­brannte Fich­ten­stämme geprägte Innen­ge­stal­tung auf der ande­ren Seite. Ich habe einige Fotos auf Cor.am gepostet.

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Sieidi

Ges­tern gab es „Sieidi“ in der Vier­sener Fest­halle, ein Kon­zert des fin­ni­schen Kom­po­nis­ten Kalevi Aho für Per­kus­sion und Orches­ter mit dem wun­der­ba­ren Inter­pre­ten Mar­tin Gru­bin­ger und der Dresd­ner Phil­har­mo­nie. Stan­ding Ova­tions, die Mar­tin Gru­bin­ger zwei­fel­los ver­dient hat. Es gibt ein Youtube-​Video mit ihm und die­sem Stück.

So sehr ich das Stück aber auch genos­sen habe (jeden­falls mehr als die in mei­nen Ohren depla­zierte Brahms-​Zugabe des Orches­ters ganz am Ende): es hin­ter­läßt wegen sei­ner Hete­ro­ge­ni­tät und stre­cken­weise dann doch gro­ßer Gefäl­lig­kei­ten einen eher zwie­späl­ti­gen Ein­druck bei mir.

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Woehl-Orgel in St. Remigius Viersen

Schu­bert­so­nate

Mein aller­liebs­tes Werk­zeug. Ich habe im Lauf der Zeit viele Orgeln gespielt, aber keine bedeu­tet mir so viel wie diese, keine ist mir in ihrer Ein­sei­tig­keit so vielseitig.

Neu­lich spielte dort ein Gast den zwei­ten Satz aus Schu­berts Kla­vier­so­nate Nr. 20 D 959, also über­haupt nicht der fran­zö­si­sche Stil der WOEHL-​Orgel, ja nicht mal ori­gi­nal Orgel­mu­sik. Und es war wunderbar.

Ich bin auf der Suche nach edi­tier­ten Tran­skrip­tio­nen die­ser Sonate, mei­nes Wis­sens gibt es keine. Heute habe ich begon­nen, den ers­ten Satz für Orgel zu setzen.

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Web­men­ti­ons

Ich bas­tele an einer Web­men­ti­ons-Unter­stüt­zung für diese Web­seite. Min­des­tens den POSSE-Gedan­ken aus dem Indie­Web halte ich für char­mant, auch wenn er in der Wir­kung die Rele­vanz kom­mer­zi­el­ler sozia­ler Net­zerke nicht oder nur teil­weise in Frage stellt. So ziel­füh­rend die Seite-​zu-​Seite-​Vernetzung inklu­sive der Mög­lich­keit gegen­sei­ter Bezug­nahme für die­sen Zweck ist: es fehlt dann noch viel, zu aller­erst das Zusam­menag­gre­gie­ren in eine Zusam­men­schau, das, was bei Face­book und Twit­ter mal die Time­line war, bevor Algo­rit­men die Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­punkte von Posts als Ord­nungs­kri­te­rium zuguns­ten nebu­lö­ser wer­be­opti­mier­ter Zusam­men­hänge ablösten.

Es gibt zu die­sem Zweck eine ganze Pha­lanx von Fee­dre­a­dern und .php-​Systemen etc. im Netz, sogar wenig kom­pli­zierte. Der Auf­wand aber, den man betrei­ben muss, um annä­hernd die Bequem­lich­keit Face­books zu errei­chen, ver­an­schau­licht einer­seits deut­lich die tech­ni­sche Leis­tung der Facebook-​Entwickler, ande­rer­seits erklärt es auch die Träg­heit der User bei der Alternativensuche.

Wie groß ist wohl schon die Abhän­gig­keit derer, die zur Ware von Face­book & Co. gewor­den sind (— mich ein­ge­schlos­sen)? Oder auch: Was wäre es den Usern, en gros, wohl wert, würde Face­book sich nicht mehr über Wer­bung, son­dern Kos­ten­bei­trä­gen finanzieren?

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Bild auf www.cor.am

Cor​.am

Ich habe – beruf­lich ver­let­zungs­be­dingt der­zeit aus­ge­bremst – die Vor­gäng­er­seite unter Cor.am über­ar­bei­tet und mit eini­gen Fotos bestückt. Für mich eine Pre­mi­ere: ich nutze dazu erst­ma­lig kein selbst­ge­bau­tes, son­dern, scnr, ein vor­ge­stanz­tes, hori­zon­tal zu scrol­len­des Tem­plate von AJ.

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Face­book

Das Jam­mern um Face­book ist für mich umso unver­ständ­li­cher, als es heute leicht, sehr leicht ist, ein Web­log auf­zu­set­zen. Ange­sichts der häss­li­chen Kom­ple­xi­tät Face­books kann Ein­fach­heit jeden­falls kein Argu­ment sein. Das Aggre­gie­ren des­sen, das mich inter­es­siert ist da schon etwas kom­ple­xer. Es wird den­noch Zeit, das Netz wie­der auf die Füße zu stel­len, daß User User und nicht Ware sind, und die­je­ni­gen, die Con­tent gene­rie­ren auch des­sen Eigen­tü­mer bleiben.

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Oster­lau­des

Wenn am Ende der Oster­nachts­feier in St. Remi­gius die latei­ni­schen Oster­lau­des gesun­gen wer­den und der Orga­nist genau in dem Moment, in dem die Cho­ral­schola die Benedictus-​Verse Sicut locu­tus est per os sanc­torum, qui a sae­culo sunt, pro­phe­tarum eius into­niert, in die Beglei­tung wie zufäl­lig als neue Klang­farbe aus­ge­rech­net die Voix humaine mischt, ist das für mich, sin­gend, ein über­zeit­li­cher Moment.

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RP-​Bericht

Der heute in der Rhei­ni­schen Post erschie­nene Bericht zur Pas­si­ons­mu­sik am ver­gan­ge­nen Sonn­tag irri­tiert mich, weil er objek­tiv Feh­ler ent­hält: Selbst­ver­ständ­lich habe ich die Eröff­nungs­so­nata des Kan­ta­ten­zy­klus diri­giert, und diese war auch kor­rekt mit zwei Barock­vio­li­nen und Con­ti­nuo instru­men­tiert. Offen­sicht­lich ist dem Autor voll­kom­men ent­gan­gen, daß dem baro­cken Werk eine „Lach­rima“ des Renais­sance­kom­po­nis­ten John Dow­land vor­ge­schal­tet war, wie es auch im Pro­gramm­heft aus­ge­wie­sen war.

Passionsmusik Membra Jesu Nostri in St. Remigius

Lie­bes­ly­rik

Tobias Köl­ling erin­nerte recht­zei­tig vor der Auf­füh­rung des Kan­ta­ten­zy­klus „Mem­bra Jesu Nos­tri“ am gest­ri­gen Sonn­tag an einen wich­ti­gen Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis des Werks. Bux­te­hude besingt die Kör­per­teile des Gekreu­zig­ten nach dem a capite ad cal­cem (svw.: „vom Schei­tel bis zur Sohle“) genann­ten, der mit­tel­al­ter­li­chen Vagan­ten­ly­rik und anti­ken Poe­sie ver­pflich­te­ten Prin­zip (aller­dings in Umkeh­rung der ver­ti­ka­len Raum­se­man­tik). Tobias schreibt:

An Palm­sonn­tag hat Thors­ten ein Kon­zert mit beson­de­rem Kon­zept auf dem Pro­gramm: sie­ben Kan­ta­ten beschrei­ben nach­ein­an­der Kör­per­par­tien des gekreu­zig­ten Jesus. Es beginnt mit den Füßen und endet beim Gesicht. Da steckt natür­lich viel Theo­lo­gie drin (man arbei­tet sich ja nicht nur auf­wärts son­dern auch nach innen, vom kör­per­li­chen letzt­lich ins seelische).

Vor allem aber ist es eine ver­blüf­fende Par­al­lele zu etwas ande­rem: Min­ne­sän­ger besa­ßen als Grund­ge­rüst für ihre Lie­der über eine uner­reich­bare Ange­be­tete genau das­selbe Kon­zept. Sie fin­gen bei den Füßen an und beschrie­ben in einem Lied den gesam­ten Kör­per der Ver­ehr­ten streng auf­wärts­stre­bend. Somit ist das Kon­zert am die­sem Sonn­tag auf gewisse Weise auch das: eine Liebeserklärung.

Arcen

Petrarca

Emotional sehr kräftezehrende Tage: Intendami chi pò, ch'i' m'intend‘io. (Petrarca)

Vor­be­richt

Ich freue mich sehr über die­sen Vor­be­richt der RP zu „Mem­bra Jesu Nos­tri“ — aller­dings frage ich mich, warum die Namen der Aus­füh­ren­den nicht genannt werden:

Syl­via Boda­mer, Sopran, Chris­tine Léa Meier, Sopran, Esther Bor­ghorst, Alt, Nedialko Peev, Tenor, Vol­ker Mer­tens, Bass.

Kur­rende Vier­sen. Con­sor­tium musi­cum mit his­to­ri­schen Instru­men­ten. Thors­ten Koni­gor­ski, Leitung.

Vor­be­richt

Ich war heute mit Lite­ra­tur­stu­den­tin Rebecca Dor­mels bei dem Gam­bis­ten Lutz Hei­wolt, der ja in St. Remi­gius bereits häu­fi­ger zu hören war. Die „Rhei­ni­sche Post“ wird einen Vor­be­richt zur Auf­füh­rung von Mem­bra Jesu Nos­tri am Palm­sonn­tag erstel­len und möchte die ver­wen­de­ten his­to­ri­schen Instru­mente portraitieren.

Kai­ser Wilhelm

Ges­tern stach mir die­ses Bild Willi Kai­sers ins Auge. Er ist einer mei­ner Vor­gän­ger im Rint­gen (je mehr Pfar­reien fusio­niert wer­den, und je grö­ßer das Gebiet mei­ner Tätig­keit mit­hin wird, desto zahl­rei­cher sind auch meine Vorgänger).

Ich erin­nere mich gut: es war die Zeit kurz nach­dem das Kan­to­rat der Josephs­kir­che auf mich fiel, als eine Frau anrief und erläu­terte, sie sei „die Toch­ter von Kai­ser Wil­helm“. Ich musste – ver­wirrt durch die hier­zu­lande heute nicht mehr übli­che Namens­in­ver­sion – schwer an mich hal­ten, nicht unan­ge­mes­sen frech zu ent­geg­nen, daß mein Vater der Kai­ser von China sei.

Ihre Sorge galt der vier­ma­nu­a­li­gen Klais-​Orgel der heu­ti­gen Gra­bes­kir­che, die im Jahre 1935, also in der Amts­zeit ihres Vaters, erbaut wor­den war, und deren Erhalt sie nun irr­tüm­li­cher­weise gefähr­det wähnte. Dabei haben wir sie wenig spä­ter kom­plett restau­rie­ren las­sen, so daß sie zu mei­ner gro­ßen Freude bis heute treu und sub­stan­zi­ell voll­kom­men unan­ge­tas­tet ihren Dienst tut.

Es gibt ver­hält­nis­mä­ßig wenige Klais-​Instrumente aus die­ser Zeit – am Schei­tel­punkt zwi­schen roman­ti­schem und orgel­be­weg­tem, „neo­ba­ro­ckem“ Orgel­bau. Nicht, daß ich ein gro­ßer Freund von Klais-​Orgeln im all­ge­mei­nen oder der Ästhe­tik der Orgel­be­we­gung wäre - es ist der unver­fälschte doku­men­ta­ri­sche Wert, den die­ses Instru­ment aus­zeich­net. Es ist darum unbe­dingt erhal­tens­wert. Von den auf der Opus­liste von Klais auf­ge­führ­ten Klais-​Orgeln in (Alt-)Viersen ist heute nur noch die­je­nige in St. Joseph erhalten.

Zitat

Aus aktu­el­lem Anlass wandte sich Serge Schoon­broodt ges­tern lei­den­schaft­lich gegen digi­tale Kir­chen­or­geln („…vous savez, ce bidule que des abru­tis ont installé à St. Pierre de Rome“) und die­je­ni­gen Kol­le­gen, die sich ihrer öffent­lich bedie­nen. Ich schließe mich dem Fol­gen­den an:

Quand on enre­gistre et publie des vidéos du grand réper­toire sur ces engins ou quand on fait des réci­tals sur ces hor­ri­bles bidu­les, je dis que c’est une erreur monu­men­tale. […] Je refuse de poser un seul doigt sur ces «Alien’s de l’orgue». Il faut aussi être ferme et avoir une posi­tion claire à ce sujet. Con­ti­nuons à défendre le patri­moine extra­or­di­n­aire des orgues à tuyaux, le tra­vail génial de nos facteurs d’orgue, et saluons tous ceux qui s’engagent à faire vivre le «Roi des Instruments»!

(Quelle)

Billard-​WM

Ab heute ist wie­der Dreiband-​Billard-​Weltmeisterschaft für Natio­nal­mann­schaf­ten in Vier­sen. Ich ver­folge die WM schon seit Jahr­zehn­ten, weit bevor ich wußte, ein­mal in Vier­sen zu arbei­ten. Offen­sicht­lich hatte der wei­tere Ver­bleib die­ser WM in Vier­sen auf der Kippe gestan­den, was ich sehr bedau­ert hätte. Mal sehen, inwie­weit ich trotz Dienst hin­ge­hen kann - eine Dau­er­karte habe ich jedenfalls.

Beim Blick auf die Web­seite habe ich zunächst „Livestream“ geklickt und einen Moment lang gedacht, das Design der Web­seite sei moder­ni­siert wor­den, aber nein: die frü­hen Jahre des Inter­net grü­ßen mit ihrem ganz eige­nen über­kom­me­nen Charme.