Ich bin Musiker und arbeite als Referent und Orgelsachverständiger im Bischöflich Münsterschen Offizialat, der kirchlichen Verwaltungsbehörde für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster. Dort betreue ich in der Kirchenentwicklung den Fachbereich Musik.
Zuvor war ich zwanzig Jahre lang als Kantor in St. Remigius, Viersen am Niederrhein tätig.
Im Rahmen eines Lehrauftrags unterrichte ich Kirchenmusik und Orgel an der Universität Vechta.
Ich gehöre der Liturgie- sowie der Kirchenmusikkommission des Bischofs von Münster an, sitze im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ämter und Referate für Kirchenmusik in Deutschland (AGÄR), bin Mitglied der Konferenz der Leiterinnen und Leiter kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten in Deutschland (KdL), der Vereinigung der Orgelsachverständigen in Deutschland (Beirat für die Ausbildung), VOD, der Gesellschaft der Orgelfreunde (GDO) sowie der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTh). Ich engagiere mich nach wie vor für den Verein Kirchenmusik in St. Remigius Viersen e.V.
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Dienstag, 27. Januar 2026
Winterkonzert
der Uni Vechta. Ensembles und Studierende aus dem Fach Musik laden ein.
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gepostet am 24. Januar 2026,
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Über Bachs Musik
vom 24. Januar 2026.
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Über Bachs Musik
Das Einzigartige an Bachs Musik — da fällt mir als erste Antwort natürlich ein: Es ist diese irrsinnige Qualität, auch die kompositorische Qualität. Und zu dieser Qualität und zu dieser Gründlichkeit und zu dieser unglaublichen Verlässlichkeit dieses Komponierens gehört auch: leicht erworben ist es nicht worden. (…) Ist ja auch eine Musik von Zeiten, in denen die Menschen hauptsächlich Musik ihrer eigenen Zeit gehört haben. Sie haben nicht diese inflationäre Vielfalt von musikalischen Eindrücken in den Ohren gehabt, deren wir uns ja heute oft erwehren müssen. (...) Wie sehr haben wir alten Knacker oder wir früheren Generationen beigetragen, eben einen Zustand eintreten zu lassen, in dem es so schwer geworden ist, sich zu konzentrieren? Das geht ja schon damit los, dass die Konzentration auf eine Sache uns unendlich schwer geworden ist. Und ohne die Fähigkeit zu dieser Konzentration sind die großen schöpferischen Leistungen der Vergangenheit überhaupt nicht vorstellbar. Diese Musik insgesamt bleibt für mich ein riesengroßes Rätsel. Ich denke, manche Musik von ihm kenne ich wirklich ziemlich genau. Ich kenne sie als Musik, aber sie ist das, was der Herr am Frauenplan immer das Offenbar-Geheimnis genannt hat. Sie ist auf der einen Seite offenbar, ich erlebe sie intensiv, aber sie bleibt auch geheimnisvoll. Sie bleibt auch ein Rätsel, und ich meine, bei jeder Werkwiederholung - viele Sachen habe ich ja wirklich oft dirigiert und noch viel öfters gehört - ich fange immer neu an. Ich fange immer neu an und ich denke und ich hoffe und ich wünsche jedem der mit Bach sich auseinandersetzt dieses Moment des Rätselhaften, was keine Verrätselung ist. Es ist etwas anders. Es ist eben das, mit Goethe zu sagen, Offenbar-Geheimnis. Das möge bitte immer eine Rolle spielen, das hilft auch für mich, diese ständig noch weiterbohrende Frage. Du erlebst da etwas, das möchtest du dir gerne irgendwie genauer erklären können. Kannst es aber nicht. Genau dieser Zustand gehört zu intensiven, musikalischen Erlebnissen dazu. Diese Frage, die beschäftigt mich immer wieder und an der merke ich: da gibt es ein Moment, was völlig unabhängig ist von der Frage, wie diese Musik gebaut ist. Die kann ich mir in vielen Stellen - da gibt’s genug Möglichkeiten - klarmachen. Aber dann steh ich manchmal da und sag: jetzt weiß ich, wie sie gemacht ist. Aber was sie ist, diese Musik, weiß ich nicht.
24. Januar 2026