Thorsten Konigorski

Ich bin Mu­si­ker und ar­bei­te als Re­fe­rent und Or­gel­sach­ver­stän­di­ger im Bi­schöf­lich Müns­ter­schen Of­fi­zia­lat, der kirch­li­chen Ver­wal­tungs­be­hör­de für den nie­der­säch­sisch­en Teil des Bis­tums Müns­ter. Dort be­treue ich in der Kir­chen­ent­wick­lung den Fach­be­reich Mu­sik.

Zu­vor war ich zwan­zig Jah­re lang als Kan­tor in St. Remigius, Vier­sen am Nie­der­rhein tä­tig.

Im Rah­men ei­nes Lehr­auf­trags un­ter­richte ich Kir­chen­mu­sik und Or­gel an der Uni­ver­si­tät Vech­ta.

Ich ge­hö­re der Li­tur­gie- so­wie der Kir­chen­mu­sik­kom­mis­si­on des Bi­schofs von Mün­ster an, sit­ze im Vor­stand der Ar­beits­ge­meinschaft der Äm­ter und Re­fe­ra­te für Kir­chen­mu­sik in Deutsch­land (AGÄR), bin Mit­glied der Kon­fe­renz der Lei­ter­in­nen und Lei­ter kir­chen­mu­si­ka­lisch­er Aus­bil­dungs­stät­ten in Deutsch­land (KdL), der Ver­ei­ni­gung der Or­gel­sach­verstän­di­gen in Deutsch­land (Bei­rat für die Aus­bildung), VOD, der Ge­sell­schaft der Or­gel­freun­de (GDO) so­wie der Ge­sell­schaft für Mu­sik­theo­rie (GMTh). Ich en­ga­gie­re mich nach wie vor für den Ver­ein Kir­chen­mus­ik in St. Re­mi­gi­us Vier­sen e.V.

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Mittwoch, 29. April 2026
Tag der offenen Tür
Musik studieren an der Uni Vechta

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St. Aegidius Berne
gepostet am 16. März 2026,
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Herausragende Chorleistung gezeigt

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Aufführung in der Notburgakirche

„Voll­en­det ist das große Werk“: Chor­ge­mein­schaft St. Joseph/​St. Not­burga über­zeugte mit Haydns „Schöpfung“.

Als nach knapp zwei Stun­den Auf­füh­rungs­zeit „Die Schöp­fung“, das groß­ar­tige Spät­werk Joseph Haydns mit dem mäch­ti­gen „Singt dem Her­ren alle Stim­men“ für Chor, vier Solis­ten und Orches­ter zu Ende ging, emp­fan­den wohl vor allem die Mit­glie­der der Chor­ge­mein­schaft St. Joseph/​St. Not­burga, was ihnen vom Kom­po­nis­ten bereits im Schluss­chor des zwei­ten Teils die­ses Ora­to­ri­ums in den Mund gelegt wor­den war: „Voll­en­det ist das große Werk“.

Die Zuhö­rer in der voll­be­setz­ten St.-Notburga-Kirche beju­bel­ten eine beson­ders zu wür­di­gende musi­ka­li­sche Leis­tung, da die Chor­ge­mein­schaft nach diver­sen Geburts­we­hen nun zusam­men­ge­wach­sen ist. Und das nicht nur auf mensch­li­cher Ebene, son­dern auch in Bezug auf ihre Leis­tungs­fä­hig­keit. Kan­tor Thors­ten Koni­gor­ski hatte das bedeu­tendste Ora­to­rium des oft unter­schätz­ten Joseph Haydn, das mit­tels ein­gän­gi­ger Klang­spra­che und in fast bie­der­mei­er­li­cher Ein­falt die Schöp­fung der Welt und der ers­ten Men­schen beschreibt, minu­tiös und in all” sei­nen ein­drück­li­chen Facet­ten vor­be­rei­tet. Die Cho­ris­ten lohn­ten seine Arbeit mit einer fes­seln­den, von beacht­li­cher Klang­kul­tur gepräg­ten Wie­der­gabe. Der stets homo­gene Klang bestach durch Into­na­ti­ons­rein­heit und Glanz — klare Dik­tion tat ein Übri­ges. Mit wacher, moti­vie­ren­der Zei­chen­ge­bung ver­band der Kan­tor Chor und Pro­jektor­ches­ter. Die­ses gefiel mit sei­di­gem Strei­cher­klang, ein­fühl­sa­men, nie zu knal­li­gen Blech­blä­ser­zu­ga­ben und vor allem dank bril­lan­ter Soli der ers­ten Holz­blä­ser­pulte. Allen voran Quer­flö­tis­tin Syl­vie Ansorge. Vol­ker Mer­tens schenkte dem Publi­kum in sei­nen umfang­rei­chen Solo­bei­trä­gen ein gan­zes Füll­horn bari­to­na­len, reich dif­fe­ren­zier­ten Wohl­klangs. Er erzählte wirk­lich eine span­nende Geschichte, die nur an weni­gen Stel­len ein wenig zu thea­tra­lisch geriet.

In Bezug auf diese Fas­zi­na­tion konn­ten die bei­den ande­ren Solis­ten nicht mit­hal­ten. Boris Pohl­mann vom WDR-​Rundfunkchor, der kurz­fris­tig für den avi­sier­ten Wal­ter Drees ein­ge­sprun­gen war, ver­fügt zwar über beacht­li­ches teno­ra­les Mate­rial, setzte es aber in den Mezzo– und Forte­be­rei­chen allzu starr und metal­lisch ein und wurde dadurch der eher lyri­schen Aus­rich­tung Haydns nicht gerecht.

Mit erstaun­lich siche­rer Höhe und einer durch geschmack­volle Kolo­rie­run­gen demons­trier­ten stimm­li­chen Beweg­lich­keit gefiel Sonja Lauer. Doch lei­der feh­len ihrem ein­di­men­sio­na­len Sopran jeg­li­che Farb­schat­tie­run­gen, die für eine gül­tige Inter­pre­ta­tion unab­ding­bar sind.

Nicht ver­ges­sen sei Mar­tina Gei­bel aus den Rei­hen der Cho­ral­tis­tin­nen, die stimm­schön und sicher das Solo­quar­tett im Schluss­chor kom­plet­tierte. Es ist zu hof­fen, dass die Chor­ge­mein­schaft St. Joseph/​St. Not­burga durch die­ses bemer­kens­werte Kon­zert den Mut gefun­den hat, wei­tere anspruchs­volle Pro­jekte anzu­ge­hen. Die Bür­ger­stif­tung der Spar­kasse Kre­feld wird sicher — wie bei die­sem Kon­zert — wie­der als Spon­sor anzu­spre­chen sein.

Kri­tik der „Rhei­ni­schen Post“ vom 28. Okto­ber 2015 von Heide Oehmen (Ori­gi­nal­link)

28. Oktober 2015