Thorsten Konigorski

Orgel im Dom zu Osnabrück

Orge­lex­kur­sion

Von Thorsten Konigorski Gestern war ich mit dem aktuellen C-Kurs und einigen Dozenten im Dom zu Osnabrück. (https://www.thorsten-konigorski.de/journal/09-02-2020/)

Mit den Stu­die­ren­den des aktu­el­len C-​Kurses und eini­gen Dozen­ten war ich ges­tern im Dom zu Osna­brück. Der dor­tige Dom­or­ga­nist Domi­ni­que Sauer hat uns in einer kur­zen Ein­füh­rung die dor­ti­gen Instru­mente erschlos­sen und uns dann aus­gie­big sel­ber tes­ten las­sen: die Haupt­or­gel der schwei­ze­ri­schen Orgel­bau­firma Kuhn, die mit dem Attri­but „kleinste Kathe­dral­or­gel in Deutsch­land“ (53 Regis­ter, III Manuale) koket­tiert, sowie die ori­gi­nal von Cavaillé-​Coll, bzw. Charles Mutin stam­mende Chororgel.

Beide Instru­mente sind klang­lich sehr ein­drucks­voll. Neben der höchst unge­wöhn­li­chen, über der Orgel gele­ge­nen Spiel­an­lage (diese sorgt auch für schön leicht­gän­gige Trak­tu­ren) spricht mich noch ein ande­rer Aspekt an: wie­wohl ich elek­tri­sche Zusatz­la­den als schmerz­haf­ten Bruch in der Ästhe­tik emp­finde, ist man hier bei der Kon­zep­tion der Ver­su­chung wider­stan­den, das „Turm­werk“ nur mit gro­ßen, gewal­ti­gen Zun­gen in allen Lagen zu bestü­cken. Die hier gewählte Vari­ante – aus­schließ­lich 8′-Stimmen, eine große Flöte, eine Stentor-​Gambe, eine deli­kate und eine Ple­nums­zunge – stellt eine echte Berei­che­rung, ins­be­son­dere für die Impro­vi­sa­tion dar.