Ich bin Musiker und arbeite als Referent und Orgelsachverständiger im Bischöflich Münsterschen Offizialat, der kirchlichen Verwaltungsbehörde für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster. Dort betreue ich in der Kirchenentwicklung den Fachbereich Musik.
Zuvor war ich zwanzig Jahre lang als Kantor in St. Remigius, Viersen am Niederrhein tätig.
Im Rahmen eines Lehrauftrags unterrichte ich Kirchenmusik und Orgel an der Universität Vechta.
Ich gehöre der Liturgie- sowie der Kirchenmusikkommission des Bischofs von Münster an, sitze im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ämter und Referate für Kirchenmusik in Deutschland (AGÄR), bin Mitglied der Konferenz der Leiterinnen und Leiter kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten in Deutschland (KdL), der Vereinigung der Orgelsachverständigen in Deutschland (Beirat für die Ausbildung), VOD, der Gesellschaft der Orgelfreunde (GDO) sowie der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTh). Ich engagiere mich nach wie vor für den Verein Kirchenmusik in St. Remigius Viersen e.V.
Aus meiner Agenda
Mittwoch, 29. April 2026
Tag der offenen Tür
Musik studieren an der Uni Vechta
iPhone-Shot
quick & random
Pusteblume
Damme, 25. April 2026
Webseite
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Fotografie
Im Nachgang des Besuchs der Bremer Nerly-Ausstellung bin ich bei Markus Kniebes vorbeigesurft, von dem ich weiß, dass er regelmäßig mit seiner Kamera in Venedig ist. Er war in der Tat auch in diesem Jahr schon dort, und ich bestaune seine sehenswerten Venedigbilder, z.B. sein Bild der Piazzetta San Marco mit drei Sekunden Belichtungszeit, das Foto einer nächtlichen Gondel oder seinen Sonnenuntergang hinter Santa Maria Salute: eine Atmosphäre, wie sie die Romantiker im 19. Jahrhundert wahrscheinlich vor ihrem inneren Auge hatten. Fantastisch.
Meine Tochter schickte mir unterdessen diesen Link zu einem NASA-Programm, das Aufnahmen seit 1972 die Erde kontinuierlich beobachtender US-amerikanischer Satelliten typografisch nutzbar macht, was ich ganz spannend finde.

„Venedig” in Landsat Imagery.
Beides ist nun alles andere als die ubiquitäre Alltagsfotografie.
Dabei kann ich mich düsterer Vorahnungen zur Fotografie im Allgemeinen nicht erwehren. Die zu Beginn des Jahrhunderts rapide zugenommene Verbreitung von Smartphones – also auch der Möglichkeit, Digitalfotos jederzeit und überall zu erstellen – mag erklären, dass User in Social Media ihren Alltag mit den entsprechenden Bildern illustrieren und damit ja auch zu dokumentieren suchen. Spätestens aber der unkomplizierte und flächendeckende Zugang zu generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) wird einen Fotografien immer noch1 gefühlt oder tatsächlich zugemessenen Beweiswert allmählich unumkehrbar annihilieren. Und die den erwartbaren Beharrungskräften geschuldeten gesellschaftlichen Restreflexe diesbezüglich werden, so fürchte ich, noch eine ganze Weile Deckmantel und Nährboden für unlauteres Framing und Fakenews sein.
Die Haltung Pics or it didn't happen! jedenfalls ist bereits vollständig obsolet. Und das wird gesellschaftliche, rechtliche und politische Folgen zeitigen. Mir stellt sich darüber hinaus die Frage: Was bedeutet dies für die Ästhetik der Fotografie?
1 Bereits seit 1990 gibt es Photoshop.
26. April 2026