Thorsten Konigorski

Ich bin Mu­si­ker und ar­bei­te als Re­fe­rent und Or­gel­sach­ver­stän­di­ger im Bi­schöf­lich Müns­ter­schen Of­fi­zia­lat, der kirch­li­chen Ver­wal­tungs­be­hör­de für den nie­der­säch­sisch­en Teil des Bis­tums Müns­ter. Dort be­treue ich in der Kir­chen­ent­wick­lung den Fach­be­reich Mu­sik.

Zu­vor war ich zwan­zig Jah­re lang als Kan­tor in St. Remigius, Vier­sen am Nie­der­rhein tä­tig.

Im Rah­men ei­nes Lehr­auf­trags un­ter­richte ich Kir­chen­mu­sik und Or­gel an der Uni­ver­si­tät Vech­ta.

Ich ge­hö­re der Li­tur­gie- so­wie der Kir­chen­mu­sik­kom­mis­si­on des Bi­schofs von Mün­ster an, sit­ze im Vor­stand der Ar­beits­ge­meinschaft der Äm­ter und Re­fe­ra­te für Kir­chen­mu­sik in Deutsch­land (AGÄR), bin Mit­glied der Kon­fe­renz der Lei­ter­in­nen und Lei­ter kir­chen­mu­si­ka­lisch­er Aus­bil­dungs­stät­ten in Deutsch­land (KdL), der Ver­ei­ni­gung der Or­gel­sach­verstän­di­gen in Deutsch­land (Bei­rat für die Aus­bildung), VOD, der Ge­sell­schaft der Or­gel­freun­de (GDO) so­wie der Ge­sell­schaft für Mu­sik­theo­rie (GMTh). Ich en­ga­gie­re mich nach wie vor für den Ver­ein Kir­chen­mus­ik in St. Re­mi­gi­us Vier­sen e.V.

Aus meiner Agenda

Mittwoch, 29. April 2026
Tag der offenen Tür
Musik studieren an der Uni Vechta

iPhone-Shot

quick & random
Pusteblume
Damme, 25. April 2026

Webseite

Seit 2006 gab es hier un­ter­schied­li­che In­ten­tio­nen, Tech­ni­ken und auch läng­ere Pau­sen. Da­her rüh­ren He­te­ro­ge­ni­tät und Un­voll­stän­dig­keit der Ein­trä­ge.

Es gibt ei­nen RSS-Feed.

AΛΣ · IXH · XAN

Fotografie

Im Nachgang des Besuchs der Bremer Nerly-Ausstellung bin ich bei Markus Kniebes vorbeigesurft, von dem ich weiß, dass er regelmäßig mit seiner Kamera in Venedig ist. Er war in der Tat auch in diesem Jahr schon dort, und ich bestaune seine sehenswerten Venedigbilder, z.B. sein Bild der Piazzetta San Marco mit drei Sekunden Belichtungszeit, das Foto einer nächtlichen Gondel oder seinen Sonnenuntergang hinter Santa Maria Salute: eine Atmosphäre, wie sie die Romantiker im 19. Jahrhundert wahrscheinlich vor ihrem inneren Auge hatten. Fantastisch.

Meine Tochter schickte mir unterdessen diesen Link zu einem NASA-Programm, das Aufnahmen seit 1972 die Erde kontinuierlich beobachtender US-amerikanischer Satelliten typografisch nutzbar macht, was ich ganz spannend finde.

Venedig

„Venedig” in Landsat Imagery.

Beides ist nun alles andere als die ubiquitäre Alltagsfotografie.

Dabei kann ich mich düsterer Vorahnungen zur Fotografie im Allgemeinen nicht erwehren. Die zu Beginn des Jahrhunderts rapide zugenommene Verbreitung von Smartphones – also auch der Möglichkeit, Digitalfotos jederzeit und überall zu erstellen – mag erklären, dass User in Social Media ihren Alltag mit den entsprechenden Bildern illustrieren und damit ja auch zu dokumentieren suchen. Spätestens aber der unkomplizierte und flächendeckende Zugang zu generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) wird einen Fotografien immer noch1 gefühlt oder tatsächlich zugemessenen Beweiswert allmählich unumkehrbar annihilieren. Und die den erwartbaren Beharrungskräften geschuldeten gesellschaftlichen Restreflexe diesbezüglich werden, so fürchte ich, noch eine ganze Weile Deckmantel und Nährboden für unlauteres Framing und Fakenews sein.

Die Haltung Pics or it didn't happen! jedenfalls ist bereits vollständig obsolet. Und das wird gesellschaftliche, rechtliche und politische Folgen zeitigen. Mir stellt sich darüber hinaus die Frage: Was bedeutet dies für die Ästhetik der Fotografie?

1 Bereits seit 1990 gibt es Photoshop.

26. April 2026