Thorsten Konigorski

Ich bin Mu­si­ker und ar­bei­te als Re­fe­rent und Or­gel­sach­ver­stän­di­ger im Bi­schöf­lich Müns­ter­schen Of­fi­zia­lat, der kirch­li­chen Ver­wal­tungs­be­hör­de für den nie­der­säch­sisch­en Teil des Bis­tums Müns­ter. Dort be­treue ich in der Kir­chen­ent­wick­lung den Fach­be­reich Mu­sik.

Zu­vor war ich zwan­zig Jah­re lang als Kan­tor in St. Remigius, Vier­sen am Nie­der­rhein tä­tig.

Im Rah­men ei­nes Lehr­auf­trags un­ter­richte ich Kir­chen­mu­sik und Or­gel an der Uni­ver­si­tät Vech­ta.

Ich ge­hö­re der Li­tur­gie- so­wie der Kir­chen­mu­sik­kom­mis­si­on des Bi­schofs von Mün­ster an, sit­ze im Vor­stand der Ar­beits­ge­meinschaft der Äm­ter und Re­fe­ra­te für Kir­chen­mu­sik in Deutsch­land (AGÄR), bin Mit­glied der Kon­fe­renz der Lei­ter­in­nen und Lei­ter kir­chen­mu­si­ka­lisch­er Aus­bil­dungs­stät­ten in Deutsch­land (KdL), der Ver­ei­ni­gung der Or­gel­sach­verstän­di­gen in Deutsch­land (Bei­rat für die Aus­bildung), VOD, der Ge­sell­schaft der Or­gel­freun­de (GDO) so­wie der Ge­sell­schaft für Mu­sik­theo­rie (GMTh). Ich en­ga­gie­re mich nach wie vor für den Ver­ein Kir­chen­mus­ik in St. Re­mi­gi­us Vier­sen e.V.

Aus meiner Agenda

Samstag, 26. September 2026
Pueri-Cantores-Tag Hamburg
Tag für Kinderchöre aus dem ganzen Norden.

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Vertiefung

Also, wie reagiert man auf die KI, die auf uns reinprasselt und uns teilweise auch bedroht? Vielleicht mit einem Lied.

Markus Gabriel1

Nach einem Studientag zum Thema Künst­li­che In­tel­li­genz mit Michael Brendel und Thomas Kirchner bin ich in Bezug auf KI leider nicht wirklich klüger. Es wurden spannende und arbeitssparende Möglichkeiten aufgezeigt, die eigentlichen Themen wurden, so denke ich, dort aber nicht berührt. Vielleicht hatte ich falsche Erwartungen.

Ich bin meiner Kollegin Franziska König daher dankbar für den Hinweis auf diesen Podcast aus dem letzten Jahr, der aus unserer Sicht relevante Fragen mindestens aufnimmt, einordnet und reflektiert: der fortschrittoptimistische Markus Gabriel im Gespräch mit Matze Hielscher.

Die in der Studientags-Diskussion aufgetauchte Haltung zur Mathematik hat mich irritiert: was anderes ist denn Mathematik (und auch andere Formalwissenschaften), als die komprimierte Abbildung einer komplizierten Wirklichkeit? Insofern ist es eben kein Wunder, dass mathematische Algorithmen und Systeme Sprache auf diesem Niveau erlernen und anwenden können.

Und: Wenn schon in der Tech-Welt die Erfahrungen mit der Künstlichen Intelligenz desaströs sind – was steht Menschen mit eher technikfernen Tätigkeiten diesbezüglich noch bevor? So aussichtslos es ist, der KI-Entwicklung entfliehen zu wollen, und auch, wenn täglich 50.000 bis 60.000 KI-ge­ne­rier­te Songs auf Strea­ming-Platt­formen hochgeladen2 werden: Es ist gut, Musiker zu sein, Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu machen. You make meaning through the doing.3 Und es ist kein Zufall, dass die Gespräche unter den Kolleginnen und Kollegen aus der universitären Musiklehre in Vechta nach dem Summerjam letzte Woche über die Bedingungen des Musiklernens den Konklusionen4 aus dem oben verlinkten Beitrag Ky Deckers' sehr stark ähneln: There are no shortcuts.

1 in: Hotel Matze - Wann beginnt KI, uns zu manipulieren?
2 Quelle: Pulse Z
3 Ky Deckers in: Do I belong in tech anymore?
4 Some Core Beliefs, ebd.

6. Mai 2026