Thorsten Konigorski

Kul­tur­fak­tor im Wandel

Von Thorsten Konigorski Kirchenmusik im 21. Jahrhundert – Kulturfaktor im Wandel (https://www.thorsten-konigorski.de/journal/10-03-2020/)

Unter dem Titel Kir­chen­mu­sik im 21. Jahr­hun­dert – Kul­tur­fak­tor im Wan­del berich­tet der Deutsch­land­funk von einem Sym­po­sium in Frank­furt, das in der letz­ten Woche statt­ge­fun­den hat. Fol­gende in mei­ner täg­li­chen Arbeit oft abzu­wä­gende und mei­nes Erach­tens wich­tige Aspekte kom­men zur Spra­che: 1) Die gesell­schaft­lich breite „Andock­bar­keit“ an Kir­chen­mu­sik, zunächst ein­mal unab­hän­gig von kon­kre­ten reli­giö­sen oder gesell­schaft­li­chen Welt­an­schau­un­gen. 2) Das Für und Wider soge­nann­ter Leucht­turm­kon­zepte: Wenn es eine Redu­zie­rung der Mit­tel gibt, sind her­aus­ge­ho­bene Stel­len mit exem­pla­ri­scher Arbeit umso wich­ti­ger. Dabei bleibt die Frage offen, ob das gelin­gen kann: wie beim Sport gibt es auch hier keine Breite ohne Spitze und keine Spitze ohne Breite. Jede Leucht­turm­stelle braucht mit­hin ein Netz in der Flä­che. 3) Die not­wen­dige Neu­fas­sung von BU-​Ermittlungen und Tätig­keits­be­schrei­bun­gen in der katho­li­schen Kir­che. „Katho­li­scher­seits haben wir die Kir­chen­mu­si­ker immer noch gebün­delt im ‚sub­si­di­a­ren Dienst‘, das heißt: Sie sind nicht eigen­stän­dig, sie sind rein auf den lit­ur­gi­schen Dienst fest­ge­na­gelt. Da Lit­ur­gien aber immer weni­ger wer­den und auch Got­tes­dienste, wird das eigent­lich Poten­zial, das Kir­chen­mu­sik leis­ten kann, über­haupt nicht genutzt“ (Rei­ner Schu­henn).